INDIVIDUELLE MEDIZINISCHE VORSORGEUNTERSUCHUNGEN

Untersuchungsmethoden

MagnetResonanzTomographie, ComputerTomographie, Ultraschall

MagnetResonanzTomographie

Der Tomograph arbeitet nach dem Prinzip eines Magnetfeldes.

Die Unter­suchung erfolgt in einer Art Röhre, in die der Patient auf einem Untersuchungstisch eingefahren wird. scan SCREENING arbeitet mit größeren Röhrensystemen, in denen Patienten mit Klaustrophobie und Übergewicht untersucht werden können. Die Untersuchungsdauer hängt wesentlich von der Körperregion und der Fragestellung ab. Technisch bedingte, relativ laute Klopfgeräusche werden durch einen entsprechenden Gehörschutz weitgehend beseitigt. Über eine spezielle Glocke, die der Patient während der Untersuchung in der Hand hält, besteht mit dem  Röntgenpersonal neben einem Blickkontakt somit auch eine ständige akustische Verbindung. Auf Wunsch ist es möglich, dass sich die Angehörigen im Untersuchungsraum aufhalten (v. a. bei Kindern). Nicht geeignet ist die MRT u. a. für Personen mit einem Herzschrittmacher, Defibrillator, Cochlea-Implantaten, Schmerzpumpen, metallischen Fremdkörpern im Gehirn oder Auge.

Einsatzgebiete des MRT

  • Erkrankungen des Zentralnervensystems und der Wirbelsäule (z.B. Schlaganfalldiagnostik, Erkrankungen der Blutgefäße im Gehirn und Rückenmark, Nachweise bzw. Ausschluss von Tumorerkrankungen, Verlaufsbeobachtung von entzündlichen Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Bandscheibenvorfällen und Abnützungserscheinungen der Wirbelsäule.
  • Diagnose von Erkrankungen und Verletzungen des Stütz- und Bewegungsapparates, vor allem Miniskus oder Bandverletzungen, Arthrose, Muskelerkrankungen und Weichteiltumoren.
  • Untersuchungen der Blutgefäße, wie z.B. Nachweise von Arterienverengungen oder Aneurysmen, aber auch Tromboseausschluss in großen Venen.
  • Früherkennung von Erkrankungen des Knochenmarkes, wie Metastasen, Tumoren und „versteckten" Knochenbrüchen.
  • Untersuchung der weiblichen Brust, z.B. bei Implantaten, Ausschluss und Nachweis von Entzündungen und Tumoren.
  • Untersuchung der Bauch- und Beckenorgane bei unterschiedlichen Erkrankungen.
  • Messung der Liquorzirkulation (Rückenmarks- und Gewebsflüssigkeit) zum Ausschluss eines Hydrocephalus (Wasserkopf).
  • Multiparametrische Untersuchung der Prostata. Z.B. in der Tumordiagnostik eine Einstufung (Staging) der Bösartigkeit des Tumors durchzuführen; weiters präoperativ (im Vorfeld einer Operation), für die Operationsplanung von Tumoren als auch postoperativ (nach einer Operation) zur Abschätzung von Komplikationen einsetzbar.
  • Funktionelle Untersuchung der Hals- und Lendenwirbelsäule mit nach vorne und hinten geneigtem Kopf bei gesicherter Bandscheibendegeneration.

ComputerTomographie

Das Gerät arbeitet mit Röntgenstrahlung.

Der Patient liegt flach auf einer Untersuchungsliege, welche gegen eine sich senkrecht zur Körperachse befindlichen rotierbaren Röntgenröhre verschoben wird. Die Untersuchung ist sowohl für Personen mit einem Herzschrittmacher als auch bei Platzangst problemlos durchführbar.

Da ein gewisses Strahlenrisiko mit dem Einsatz von Röntenstrahlen verbunden ist, erfolgt deren Anwendung stets nach dem ALARA-Prinzip:

  • As
  • Low
  • As
  • Reasonable
  • Allowed

scan SCREENING steht eines der modernsten Mehrzeilen-CTs zur Verfügung, das sich neben einer Reduzierung der Strahlenbelastung durch eine erhebliche Verkürzung der Untersuchungszeit auszeichnet.

Einsatzgebiete der CT

  • Nachweis von schwerwiegenden Gefäßveränderungen als CT-Angiographie (CTA).
  • Schädel-/Hirndiagnostik, z.B. Blutung, Tumore.
  • Entzündung bzw. Polypen der Nasennebenhöhlen.
  • Dreidimensionale Darstellung der Herzkranzgefäße (und eventuell vorhandener Bypässe) zum Nachweis von Engstellen bzw. eines möglichen Verschlusses; Nachweis von Gefäßverkalkungen.
  • Entzündungen, Zysten, Tumore des Ober- und Unterkiefers (Dental-CT) und präoperativer Planung von Implantaten.
  • Viele klinische Probleme in der Lunge und Bauchraum, unabhängig vom Strahlenrisiko, u.a. in der Tumordiagnostik eine Einstufung (Staging) der Bösartigkeit des Tumors durchzuführen; weiters präoperativ (im Vorfeld einer Operation), für die Operationsplanung von Tumoren als auch postoperativ (nach einer Operation) zur Abschätzung von Komplikationen einsetzbar.
  • Steindiagnostik der Gallenblase, Nieren, Ableitenden Harnwege und Harnblase.
  • Traumamedizin für Unfallopfer oder für die Untersuchung Schwerkranker; geringe Bewegungen, z.B. von unruhigen Patienten, machen weniger Probleme als in der MagnetResonanzTomographie.
  • Virtuelle Koloskopie zur Früherkennung von Darmkrebs und Diagnostik von Darmerkrankungen und Geschwüren.
  • CT-gezielte Interventionen, z.B. bei Punktionen, Stabilisierung von gebrochenen Wirbelkörpern (Kyphoplastie, Vertebroplastie).

Ultraschall

Die Methode (eigentlich Sonographie) basiert auf Ultraschallwellen. Diese werden durch eine Schallkopfsonde in das Körperinnere gesendet und je nach Organbeschaffenheit unterschiedlich vom Gewebe absorbiert und danach erneut reflektiert.

Die Ultraschallkopfsonde dient dabei auch als Empfänger der Ultraschallwellen, die in Impulse umgewandelt und in real time (Echtzeitbild) dokumentiert werden. Dadurch sind Rückschlüsse auf die Funktion und Größe von Organstrukturen möglich.

Das bildgebende Verfahren ist völlig schmerzlos, arbeitet ohne jegliche Strahlenbelastung und ist bei allen Patienten inkl. Schwangeren, Neugeborenen und Kindern problemlos einsetzbar.

Anwendungsgebiete:

  • als Screening-Untersuchung bei unterschiedlichsten Fragestellungen.
  • zur Beurteilung von Veränderungen als Erstdiagnose an den Organen des Oberbauches, der Nieren und des Unterbauches, (Neben-)hoden, Hals inkl. Schilddrüse und Halsarterien, Brust, Beinvenen, Gelenke und Muskeln.

Vorbereitung:

  • Für die Untersuchung der Oberbauchorgane kommen Sie bitte nüchtern (mindestens 4 Stunden vorher nichts essen oder trinken, auch kein Kaugummi oder Nikotin).
  • Im Falle einer Beurteilung der Unterbauchorgane (beim Mann Prostata, Samenbläschen; bei der Frau Gebärmutter, Eierstockregion) sollten Sie eine volle Harnblase haben.
  • Trinken Sie reichlich Flüssigkeit (mindestens 0,5 Liter Wasser oder ungezuckerten Tee) ca. 1 Stunde vor Untersuchungsbeginn.
  • Wenn Sie einen mäßigen bis deutlichen Harndrang verspüren, ist die Blase in der Regel ausreichend gefüllt.

Digitales Röntgen

Es handelt sich um ein bildgebendes Verfahren auf der Basis von Röntgenstrahlen, wodurch digitale Bilder verschiedener Regionen des Körpers angefertigt und Aufnahmen digital archiviert werden.

Die digitale Technik bietet gegenüber den konventionellen Aufnahmen den Vorteil einer Nachbearbeitung der Bilder, einer deutlich verbesserten Bildqualität, rascheren Verfügbarkeit und einer nahezu unbegrenzten Speicherfähigkeit.

Da Röntgenstrahlung ein gewisses Risiko birgt, hat deren Einsatz stets nach dem sogenannten ALARA-Prinzip:

  • As
  • Low
  • As
  • Reasonable
  • Allowed

zu erfolgen.

Bei Verdacht auf bzw. bestehender Schwangerschaft ist daher nur in Ausnahmefällen, nach Rücksprache mit dem Arzt, in dringenden Fällen eine Röntgenuntersuchung durchzuführen.

Digitale Mammographie

Dieses Verfahren arbeitet ebenfalls mit Röntgenstrahlen und kommt sowohl bei der weiblichen als auch männlichen Brust zum Einsatz.

Durch die digitale Technik können Bilder mit sehr hoher Auflösung erzielt werden und bereits diskrete krankhafte Veränderungen und abnorme Verkalkungen frühzeitig erkannt werden.

Anwendungsgebiet:

  • Durchführung im Rahmen des österreichischen Brustkrebs -Vorsorgefrüherkennungsprogrammes früh erkennen mittels E-Card.
  • bei Schmerzen im Brustbereich (Mastodynie).
  • bei unklarem Tastbefund (Palpation).
  • ab dem 40. Lebensjahr, bei positiver Familienanamnese (Brustkrebs bei der Mutter, Geschwister) eventuell auch früher.

In der Privatklinik Döbling wird im Rahmen der digitalen Mammographie die Tastuntersuchung Discovering Hands angeboten.

Aktualisiert am 7.2.2019

Weil Gesundheit keine Glücksache ist.